Donnerstag, 14.12.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Geschichte des Ortsteiles Hottelstedt

Hottelstedt ist ein von Ackerland umgebenes Bauerndorf, welches durch 2 Gehöftzeilen geprägt ist, die einen breiten Innenraum begrenzen und wird erstmals in einem Güterverzeichnis der Reichsabtei Fulda erwähnt, das vor 900 anzusetzen ist und heißt hier Otenstat, ab 1194 tritt Hottensteden auf (aus dem germanischen Personenname Otto). Diese Nennung trifft vermutlich für Ottstedt zu. Hottelstedt wird 1322 als Hottenstede urkundlich erwähnt. Der Ort entstand an der Handelsstraße in der Nähe des Kreuzungspunktes Frankfurt am Main - Breslau.

Im Mittelalter sind grundherrliche Rechte der Reichsabtei Fulda, und später des Adelsgeschlechtes von Hottelstedt, des Marien- und Severistifts Erfurt, des Stiftes Ettersburg und der Adelsfamilien von Mellingen, von Denstedt und von Rapp nachzuweisen. 1487 kam das Dorf an die Familie von Wirchshausen und damit zum Rittergut und zur Gerichtspflege Neumark.

Die Bewohner lebten fast ausschließlich von der Landwirtschaft. 1542 werden 2 Waidgärten genannt, seit 1732 wird Kartoffelanbau betrieben. Es herrschten überwiegend groß- und mittelbäuerliche Besitzverhältnisse vor. Es gab eine Gemeindegaststätte mit Gemeindebrauerei. Im 19. Jahrhundert wurden 2 Windmühlen betrieben.

Im Jahr 1578 wurde die Schule erstmalig erwähnt und hatte bis 1945 nur einen Lehrer. Das Gebäude wurde 2003 dann zu einem modernen Feuerwehrgerätehaus umgebaut.

Als Pfarrei fand Hottelstedt 1328 Erwähnung und gehörte zum Stift Ettersburg. Bestimmender Bau ist wie in allen kleineren Dörfern die Dorfkirche, ein spätgotischer Bau des 16. Jh. mit eingezogenem fast quadratischen Westturm. Der Altar stammt aus dem 18.Jh.. Vom ehemaligen Altar ist eine Predella aus der 1. Hälfte des 16. Jh. vorhanden. Eine Glocke des dreiteiligen Glockengeläuts wurde 1695 in Erfurt von Hans Christoph Geyer gegossen. Eine grundhafte Sanierung des Bauwerkes wurde in Eigeninitiative der Kirchgemeinde mit den Einwohnern in den 1980er Jahren durchgeführt.

An der sogenannten Hottelstedter Ecke am Westhang des Ettersberges, einem seit dem 19. Jh. viel besuchten Weimarer Ausflugsziel wurde auf der Flur Hottelstedt das Konzentrationslager Buchenwald errichtet. Dieser Teil der Flur wurde 1938 ausgemeindet und kam an die Stadt Weimar.
Von 1997 bis 1999 war Hottelstedt als Förderschwerpunkt im Dorferneuerungsprogramm des Freistaates Thüringen anerkannt. In dieser Zeit wurden kommunale und private Investitionen mit erheblicher Unterstützung durch das Land gefördert.

Seit dem Frühjahr 2000 steht südlich von Hottelstedt eine Windkraftanlage mit 4 Windrädern, die das Landschaftsbild dominieren (viele sagen auch verschandeln).
Zum 01.12.2007 wird die Gemeinde Hottelstedt aufgelöst und das Gebiet in die Gemeinde Berlstedt eingegliedert, Hottelstedt wird ein Ortsteil von Berlstedt. Als eine der ersten großen Maßnahmen nach der Eingliederung in die Gemeinde Berlstedt erhält 2008 der gemeindeeigene Landgasthof eine neue Dacheindeckung.

2013 bekommt die Freiwillige Feuerwehr Hottelstedt ein neues Löschfahrzeug, dieses löst den bis dahin im Einsatz verbliebenen B1000 ab. Auch schafft der Ortsteil Hottelstedt 2013 die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Thüringen ab dem Jahr 2015.

Der Geflügelhof Hottelstedt ist mit ca. 50 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Ortsteil Hottelstedt.

In südlichen Teil der Gemarkung befindet sich der Randbereich des Ettersberges mit Laubwald-Parkanlagen, mit einem Teich und einem Bienenhaus sowie einer Gedenktafel für die Buchenwaldhäftlinge.

Die gute Lage Hottelstedts lädt zum Wandern auf dem Ettersberg ein. Bei schönem Wetter und guter Fernsicht kann man in nördlicher Richtung weit in das Thüringer Becken, in südlicher Richtung zu den Ausläufern des Thüringer Waldes und in westlicher Richtung zur Landeshauptstadt Erfurt schauen.


Den Artikel "Der Hottelstedter Wald und das KZ" vom Ortschronisten Bernd Ewers (erschienen in der 11. Ausgabe des Gemeindejournales-01.09.2009) finden Sie hier:

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Mi und Fr 13 – 7 Uhr des Folgetages
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