Mittwoch, 13.12.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Die Gemeinde Wohlsborn liegt im Bereich des nördlichen Ausläufers des Kleinen Ettersberges in 300 m Höhe, eingebettet in weite Ackerflächen. Das Gemarkungsgebiet grenzt im Süden an die Stadt Weimar und ist über die Kreisstraße K 303 an die Stadt angebunden. Diese Kreisstraße führt im Norden nach Sachsenhausen auf die Landesstraße L 2159.

Flächenmäßig umfasst Wohlsborn 403 Hektar, wovon ca. 340 Hektar landwirtschaftlich genutzt werden.

Von 1887 bis 1945 war Wohlsborn Haltestelle der Schmalspurbahn Weimar-Großrudestedt.

Die erste urkundliche Nennung erfolgte 1249 im Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster und gehörte zu den Besitzungen der Grundherren von Wolfesborn. Im Jahr 1410 erwarb die Deutschritterkommende Liebstedt Ballei Zwätzen den Ort. Nach 1525 wurde der Besitz des Ordens säkularisiert und gehörte bis 1807 zu Preußen. Dann kamen diese preußischen Besitzungen zum Königreich Sachsen und wurden dem Amt Eckartsberga zugeordnet. Anfang 1815 war Wohlsborn nochmals für kurze Zeit preußisch und nach dem Wiener Kongress 1815 gehörte der Ort zum Großherzugtum Sachsen - Weimar - Eisenach, Amt Weimar. Seit 1630 existiert die heutige Schreibweise .. Wohlsborn".

Jetzt gehört die Gemeinde Wohlsborn zur Verwaltungsgemeinschaft Buttelstedt.

In alten Kirchenbüchern sind die Namen Fischer, Hasse, Hoffmann, Menge, Mühle, Müller, Rahn, Schäfer, Töpfer und Thomas erwähnt, die es heute noch in der Gemeinde gibt. Gegenwärtig leben in der Gemeinde ca . 500 Bürger. Die Einwohnerzahl hat sich über Jahrhunderte etwa gleich gehalten. Von 1840 (190 EW) stieg die Einwohnerzahl bis 1933 auf 274. Durch die Flüchtlingsbewegung als Folge des 2. Weltkrieges erreichte sie im Jahre 1946 mit 348 EW ihren Höchststand. Bis zum Jahre 1962 sank die Einwohnerzahl auf 225 ab. 1993 bis 1995 erschloss die Gemeinde das Wohngebiet „Hinter dem Pfarrgarten " . Seit dieser Zeit steigt die Einwohnerzahl wieder.

 wohlsborn dorfplatzwohlsborn kirche

Neben den Unternehmen und Handwerkern gibt es in der Gemeinde noch eine Gaststätte mit Pension und ein Bürgerhaus. Dieses Bürgerhaus wird seit 1996 durch den im gleichen Jahr gegründeten Heimatverein Wohlsborn e. V. bewirtschaftet und dient den Bürgern von Wohlsborn zu Familienfeiern, verschiedenen Interessengruppen (achord7, Bücherwürmer, Frauensportgruppe, Seniorennachmittag etc.) und der Gemeinde als Treffpunkt für ihre Aktivitäten. Seit 1995 besitzt Wohlsborn einen neuen Sportplatz.


1997 konnte die Gemeinde ihr neues Feuerwehrgerätehaus, neben dem Dorfteich seiner Bestimmung übergeben. Dort hat auch das Bürgermeisteramt seit 2008 ein neues Zuhause gefunden.


An der östlichen Gemarkungsgrenze liegt ein weithin sichtbarer Grabhügel mit einem Durchmesser von ca. 33 m. Der „Bärenhügel" ist als Bodendenkmal eingestuft und neben zahlreichen weiteren archäologischen Relevanzgebieten in der Gemarkung Zeugnis früher Besiedlung. Wegen erheblichem Windbruch durch Kyrill 2007 erhielt der Bärenhügel 2008 eine neue Bepflanzung mit Winterlinden.


In der Ortslage von Wohlsborn, ca. 285 m ü.NN entspringt die Scherkonde und fließt zunächst in nördlicher Richtung, bevor sie sich bei Großbrembach nach Nordwesten wendet. Der Gesamtlauf umfasst in etwa 22 km.


Bedingt durch die Rundlage der Gemeinde und die gute strukturelle verkehrsmäßige Anbindung an die Stadt Weimar entwickelt sich Wohlsborn zu einem Wohnstandort. Großflächige Gewerbeansiedlungen sind nicht vorgesehen. Darüber hinaus wird großer Wert auf die Aufwertung der Landschaft gelegt. schaftliehen Wege und der ehemaligen Eisenbahntrasse wird viel für die Gliederung großer Ackerflächen und Vernetzung von Biotopen getan. Vor der Gemeinde steht vordergründig die Aufgabe, Wohnen und Arbeiten weiter attraktiv zu gestalten, um die Identifizierung der Bürger mit ihrem Heimatort zu festigen. Durch Anpflanzungen von Flurgehölzen entlang der Iandwirtschaftliehen Wege und der ehemaligen Eisenbahntrasse wird viel für die Gliederung großer Ackerflächen und Vernetzung von Biotopen getan. Vor der Gemeinde steht vordergründig die Aufgabe, Wohnen und Arbeiten weiter attraktiv zu gestalten, um die Identifizierung der Bürger mit ihrem Heimatort zu festigen.