Mittwoch, 13.12.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Ortsteil Weiden

Grundfläche Gemarkung Weiden: 201,4 ha
Grundfläche bebaut: 3,9 ha

 

Im Nordosten des Landkreises Weimar, 1 km von Buttelstedt entfernt, erstreckt sich die kleine Gemarkung Weiden. Erstmals wurde sie 1351 in einer Urkunde des Erfurter Domstiftes erwähnt. Im Mittelalter gehörte .,Wyden" zum grundherrliehen Besitz des Klosters Pforte und des Zisterzienserinnenklosters St. Mariengarten in Erfurt, später zum Rittergut Schwerstedt.

Über Jahrhunderte konnte sich hier ein zum größten Teil unverändert gebliebenes Ortsbild erhalten. Im Niederungsbereich des vom Osten kommenden Rossbaches und seiner Einmündung in die Scherkonde (keltisch -die Lärmende) entstand ein doppeltes Sackgassendorf. Urkundlich erwähnt wurde 1349/50 eine Mühle, die jedoch heute nicht mehr vorhanden ist. Über bei den Ortsteilen erhebt sich auf dem Bergrücken die St. Cyriacus Kirche. Vor der Entstehung dieser Kirche diente die Anhöhe als Abschnittsbefestigung und wurde vom 9. bis 11 . Jahrhundert zu einer Art Fluchtberg ausgebaut. Reste der ehemaligen Befestigungsanlage, bestehend aus Palisadenring, zwei Wällen, Graben und Hecken sind heute noch erkennbar. Das Kirchengebäude ist ein bescheidener spätgotischer Bau. An der Nordseite sind Inschriften mit Namenszügen aus dem 17. Jahrhundert.

Die sich innerhalb des Weichbildes von Weiden vereinigenden Grünzüge der Scherkonde, des Rossbaches und des Peitschentales, betonen die Topographie des Ortes und bilden mit den Gehöften eine Dorfanlage von unverwechselbarer Gestalt, die einmalig in Thüringen ist und deshalb wert war, unter Denkmalschutz gestellt zu werden.

Weiden ist ein sogenanntes doppeltes Sackgassendorf und wurde 1994 in die Stadt Buttelstedt eingemeindet.