Sonntag, 19.11.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
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WEIMAR

Geschichte der Gemeinde Ballstedt

Die Ballstedter Flur wurde offenbar schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Am westlichen Ortsrand wurde ein slawisches Gräberfeld entdeckt. Der Flurname "Pförtchen" lässt eine mittelalterliche Befestigung vermuten. Bis vor kurzem wurde angenommen, daß Ballstedt in Fuldaer Klosterbesitz war und wurde dort (vor 900 anzusetzen) als Boldolfstete erwähnt. Der Name bedeutet die Siedlung des Baldolf (germanischer Personenname). Es soll sich hierbei aber um das Ballstädt bei Gotha handeln, allerdings schrieb man dieses Ballstedt damals Baldenstedt. Erste nachweisbare urkundliche Erwähnung erfolgte am 24. April 1256 im Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster. Schreibweise waren Baldinstete, später Baldestet. Seit dem Mittelalter bestanden 2 Güter (70 ha bzw. 25 ha Größe), die im 18. Jh. dem Kammergut Bachstedt zugeteilt wurden.

Wirtschaftliche Bedeutung für Ballstedt hatte die Via Regia (Königsstraße). Sie führte von Frankfurt am Main über Eisenach, Erfurt, Ballstedt, Berlstedt, Eckartsberga nach Naumburg (Waffenhandelsplatz zur Zeit Karl des Großen) und weiter nach Leipzig, Görlitz, Breslau bis hin nach Rußland.

Durch die Lage an der Heerstraße bliebt Ballstedt auch von den Kriegen und Heeresdurchmärschen nicht verschont. So z. B. wurde Ballstedt 1636/37 von kaiserlichen Truppen völlig niedergebrannt. 1640 zählte man 5 Familien, 32 Häuser waren unbewohnt, Pferde und Rindvieh gab es nicht. Von 360 Äckern wurden nur 3 bestellt.

1806-1813 gab es wiederum starke Kriegsschäden durch Napoleons Armee und die zurückdrängenden Russen.

Die ökonomische Grundlage bildete die Landwirtschaft, das Handwerk hatte nur örtliche Bedeutung. Neben den Rittergütern war groß- und mittelbäuerlicher Besitz vorhanden. Seit dem 16. Jh. wurde Waidanbau betrieben. Im Jahr 1533 gab es bereits Schulunterricht mit einem Lehrer. Heute gehen die Kinder an die Grund- und Regelschule Berlstedt.

Die um 1500 erbaute Kirche hat einen spätgotischen Grundriß. 1637 völlig ausgebrannt wurde sie in der Zeit 1700-1701 wieder neu gebaut. 1988 wurde die Kirche restauriert. 1999-2001 von Grund auf saniert und restauriert, wurde die Kirche vor dem Zerfall gerettet und für Ballstedt ein historisches Denkmal erhalten. In der Kirche befinden sich 2 beschädigte Grabsteine aus dem 16. Und 17. Jahrhundert.

1811 wurde Ballstedt Amtsdorf im Amt Weimar, seit 1922 gehört Ballstedt zum Landkreis Weimar. Anfang bzw. Mitte der 90-er Jahre wurde Ballstedt um 2 Wohnbaugebiete erweitert. In der Zeit von 2003 bis 2005 wurde ein neuer Sportplatz geschaffen, und von Dezember 2007 bis November 2011 wurde überwiegend in Eigenleistung ein Sportlerheim gebaut.

Die schöne Landschaft um Ballstedt lädt zum Wandern und Radfahren ein. Eine harmonische Abrundung zur Landschaft stellt unser Park dar (früher "Im Baach" genannt, für Wasserlauf/Bach). Ein schöner Dorfmittelpunkt ist eine kleine Parkanlage, umrahmt von alten Bäumen sowie alten, sehr gut erhaltenen Dorfhäusern und auch Feuerlöschteich und Feuerwehrgebäude.


Die geschichtliche Zeittafel der Gemeinde Ballstedt anlässlich des 750-jährigen Ortsjubiläums im Jahr 2006 finden Sie hier:

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